Stationäre Behandlung

Vor dem Hintergrund biographischer Erfahrungen und der aktuellen Lebenssituation wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Aktuelle psychische und körperliche Symptome stehen immer im Zentrum unseres verhaltensmedizinischen Ansatzes. Auch das soziale Umfeld wird z. B. über Angehörigen-, Paar- oder Familiengespräche angemessen einbezogen.

Leistungen von Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Pflegekräften, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten sind stets koordiniert, so dass eine umfassende, auf den Einzelfall zugeschnittene Behandlung entsteht. Der Einzeltherapie kommt daher auch, über die verschiedenen Berufsgruppen hinweg, ein zentraler Stellenwert zu.

Als Abteilungspsychiatrie sind wir räumlich und organisatorisch in das Capio Mathilden-Hospital integriert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen ermöglicht auch die Behandlung relevanter körperlicher Erkrankungen.

Wir stützen den Selbstwert des Menschen und führen ihn wieder an alte Stärken heran. Über Gruppenaktivitäten werden Informationen zur Krankheit und soziale Rahmen- bedingungen vermittelt und Bewältigungsstrategien erarbeitet. Der Austausch gleichermaßen Betroffener wird angeregt. Wichtige Fertigkeiten wie z. B. Konzentration, Durchhaltevermögen, soziale Fertigkeiten und Selbstkontrolle werden ebenfalls trainiert.

Mit gemeinsamen Aktivitäten wie z. B. Gestalten, Kochen und Backen, Spielrunden und Ausflügen fördern wir einen positiven Zusammenhalt. Körper- und sinnesorientierte Maßnahmen (z. B. Bewegungstherapie, Sport, Entspannung, Musik) bilden zudem die Grundlage für angenehme körperliche und seelische Erfahrungen.

Vollstationäres Behandlungssektrum

  • depressive Verstimmungen /„Burn out“ / Überlastungsreaktionen bei Lebenskrisen
  • Angsterkrankungen und Zwänge
  • Psychosen und manische Phasen
  • Demenzerkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • chronische Schmerzen mit psychischen Folgereaktionen
  • Essstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • seelische Störungen bei geistiger Behinderung

Eine vollstationäre Behandlung erfolgt nach Einweisung durch den Hausarzt, Facharzt oder Notarzt. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.